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02.03.2018: Mancher Naseweis fühlte sich verhohnepipelt

Am Mittwochabend haben Frankfurts Schüler, Eltern und Lehrer wieder die Stifte gezückt. Beim siebten Frankfurt-Finale des großen Diktatwettbewerbs stellten sie sich im Rennen um den Titel „Frankfurter Rechtschreibchampion 2018“ der „Mär des Erwachsenwerdens“. In dem so betitelten, aus 218 Wörtern bestehenden Diktattext lauerte bei jedem fünften Wort ein orthografischer oder grammatikalischer Fallstrick. Die richtige Schreibweise von Wörtern wie „desavouierend“ und „gewhatsappt“ brachte sie häufiger in die „Bredouille“.

Die Gewinner des Abends

Unter den Schülern war Hjalmar Brunßen von der Ziehenschule mit sechs Fehlern der beste Teilnehmer. Lehrer-Sieger Hans-Dieter Bunger vom Goethe-Gymnasium schaffe es mit vier Fehlern auf das Siegertreppchen. Getoppt wurden beide aber von der Siegerin in der Kategorie „Eltern“: Heike Haug (Bettinaschule) zog mit hervorragenden zwei Fehlern an der Konkurrenz vorbei und sicherte sich den Rang der Gesamtsiegerin. Mit insgesamt drei Platzierungen waren am Ende die Teilnehmer der Ziehenschule am erfolgreichsten.

Zum Wettstreit in der Aula der Frankfurter Schillerschule waren rund 150 Personen gekommen, 14 Frankfurter Oberstufen waren vertreten. Das Diktat wurde von Deutschlehrer Sebastian Gettler (Musterschule) gelesen, der 2015 und 2016 den zweiten Platz in der Frankfurt-schreibt-Kategorie Lehrer belegte.

Zu den besonderen Hürden des Diktats sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt: „Die deutsche Rechtschreibung ist durch Groß- und Kleinschreibung sowie durch Getrennt- und Zusammenschreibung eng mit der deutschen Grammatik verbunden. Es hat als einen doppelten Nutzen, wenn man richtig schreibt!“

Prominente Unterstützung

Während die 18-köpfige Jury unter Leitung von Duden-Chefredakteurin Dr. Kathrin Kunkel-Razum die besten Diktate kontrollierte, unterhielt Singer-Songwriterin FEE mit stimmungsvollen Klängen und mitreißenden Texten. Zur Preisverleihung kam Oberbürgermeister Peter Feldmann hinzu. Zu gewinnen gab es diesmal unter anderem Tassen aus Höchster Porzellan, Karten für das Tigerpalast Varieté Theater und das hr-Sinfonieorchester, ein Halbjahresabo der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung oder eine MuseumsuferCard.

Durchschnittliche Gesamtfehlerzahl bei 17,5

Im Schnitt machten die Schüler 22,9, die Eltern 16 Fehler und die Lehrer 13,7 Fehler. Die durchschnittliche Gesamtfehlerzahl lag bei 17,5. Außerdem qualifizierten sich die Sieger für den großen Diktatwettbewerb am 12. Juni 2018, bei dem sie gegen Teams aus anderen deutschen Städten und Gemeinden antreten werden.

Die Konkurrenten aus Mainz, Darmstadt, Wiesbaden und Hamburg stehen bereits fest; bis Mitte April werden bei weiteren Regionalvorentscheiden im Main-Kinzig-Kreis/Hanau (1. März), in Trier (10. April), in Münster (14. April) und im Rhein-Pfalz-Kreis (18. April) die weiteren Teilnehmer für den überregionalen Wettbewerb ermittelt.

Auch in Hanau, Mainz, Wiesbaden und Darmstadt wurden in den letzten Tagen die Diktatwettbewerbe durchgeführt.

In Wiesbaden waren rund 100 Teilnehmer am Start, die durchschnittliche Fehlerzahl betrug 15,37. Bei den Eltern machten Sigrid Greiss und Miriam Elmers mit neun Fehler am wenigsten falsch, dicht gefolgt von  Cora Incze-Gödde mit zehn und Kerstin Ceglie mit 14 Fehlern.  Auf einem ähnlichen Niveau agierten die Schüler, Platz 1 heimste Sydney Ligon mit 10 Fehlern ein, Amelie Koch verschrieb sich 13 mal, Bonnioe Brader 16 mal.

Die wenigsten Fehler machten in Wiesbaden die Lehrer. Dr. Johannes Neugebauer verschrieb sich nur dreimal, die zweitplatzierte Dr. Brigitte Konrad hatte nur einen Fehler mehr. Platz 3 holte sich Uta Becker mit nur fünf Fehlern. Die besten Teilnehmer aus dem Publikum agierten ebenfalls, Ilse Rehm hatte sechs, Hannelore Anderson, Martin Bachl und Gloria Rehm  nur 7 Fehler, Jutta Leimbert und  Marlene Doobe kamen auf acht Fehler.

Die Platzierung

Schüler

1. Platz Schüler:
Hjalmar Brunßen, Ziehenschule (6 Fehler)
2. Platz Schüler:
Olivia Lehmann, Schillerschule (9 Fehler)
3. Platz Schüler:
Helen Breitenöder, Ziehenschule, Abel Munoz Röcken, Heinrich-von-Gagern-Gymnasium (10 Fehler)

Eltern

1. Platz Eltern:
Heike Haug*, Bettinaschule (2 Fehler)
2. Platz Eltern:
Julia Breitenöder, Ziehenschule (3 Fehler)
3. Platz Eltern:
Kaj Ulrich Meys, Gymnasium Riedberg (7 Fehler)

Lehrer

1. Platz Lehrer:
Hans-Dieter Bunger, Goethe-Gymnasium (4 Fehler)
2. Platz Lehrer:
Jens Kreutzer, Goethe Gymnasium (6 Fehler)
3. Platz Lehrer:
Ingrid Sedlacek, Schillerschule (7 Fehler)

* Gesamtsiegerin

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Frankfurter Diktatwettbewerbs 2018

Gern stellen wir Ihnen Bildmaterial kostenfrei zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie Stephan M. Hübner, huebner(at)sptg.de.