Direkt zu den Inhalten springen

21. Januar 2014: Auftakt Wettbewerb 2014

Auftakt des 2. landesweiten Rechtschreibwettbewerbs

Frankfurt schreibt! dehnt sich aus: Der große Diktatwettbewerb, der heiter und lehrreich darauf hinweist, wie wichtig richtiges Schreiben ist, zieht in seinem dritten Jahr nicht nur Teilnehmer aus Frankfurt und anderen hessischen Orten in seinen Bann, sondern erstmals auch aus einer Frankfurter Partnerstadt, aus Mailand.

„Sprachkompetenz gibt Sicherheit im Auftreten, öffnet Türen zu Gesprächspartnern, ermöglicht Teilhabe, Selbstbestimmung und Mitwirkung. Das persönliche Sprachvermögen ist die erste Visitenkarte im täglichen Umgang und ist in gewisser Weise ein Selbstporträt. Gerne unterstützen wir Initiativen, die auf ansprechende, herausfordernde und kreative Weise die Sprachfähigkeit verbessern“, so Hessens Kultusminister Ralph Alexander Lorz, dessen Ministerium den Diktatwettbewerb seit Anbeginn fördert.

„Beim sportlichen Diktat für Oberstufenschüler, ihre Lehrer und Eltern werden die Schätze des deutschen Wortschatzes spielerisch gehoben“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt. „Wir sprechen eine Sprache, aber wir formen auch eine Sprachkultur. Das zu erleben und zu erfahren, in einem Wettbewerb, in dem gemeinsam gedacht, geschrieben, geseufzt, gebangt und gejubelt wird, in dem der Bedeutung und der Form unserer Wörter nachgespürt wird – das ist das Ziel von Frankfurt schreibt!“.

„Zwei mondän daherkommende Touristen mit anorakähnlichen Designerjacketts und asymmetrisch gegelten Frisuren wählten Zucchini- Auberginen-Gratin à la carte“ – rechtschreibhürdenreichen Sätzen wie diesem stellen sich zunächst die Teams beim Frankfurt-Finale am 27. Februar. „Rund 140 Teilnehmer aus 13 Frankfurter Schulen werden dann in der Max-Beckmann-Schule zu Stift und Papier greifen“, blickt Wettbewerbsleiter Oliver Beddies voraus. „Bei der anschließenden öffentlichen Korrektur unter dem Blick der 20-köpfigen Jury wird Frankfurts Rechtschreib-Champion 2014 ermittelt.“ Mit der Klingerschule wird erstmals auch eine berufliche Schule am Start sein, parallel wird der Wettstreit an der Deutschen Schule in Mailand ausgetragen.

Die besten drei jeder Kategorie (Schüler, Lehrer, Eltern) erhalten attraktive Preise und qualifizieren sich für die zweite Phase des Wettbewerbs, für Frankfurt schreibt! – Die Herausforderer am 15. Mai. Dabei werden sie dann gegen Oberstufenteams aus ganz Hessen antreten und bestimmen überregional den Rechtschreib-Meister 2014. Und wieder stellen sich außer Konkurrenz auch Frankfurter Prominente den Sprachtüfteleien – darunter Renate von Metzler, ZDF- Moderator Achim Winter und der Intendant der Alten Oper, Dr. Stephan Pauly.

Bei der Vorbereitung auf die Wettbewerbstage hilft die erweiterte Website, auf der jetzt die Sieger des Vorjahres knifflige Probediktate einlesen. 54 hessische Gymnasien, Berufliche und Integrierte Gesamtschulen haben in diesem Jahr ihr Interesse bekundet, bei Frankfurt schreibt! – Die Herausforderer dabei zu sein.

Frankfurt schreibt! Der große Diktatwettbewerb ist ein Projekt der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium, dem Landesschulamt / Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem Hessischen Rundfunk (hr2-kultur) und dem Dudenverlag; Förderpartner ist die Dr.Marschner Stiftung. Frankfurt schreibt! Die Herausforderer gestaltet die Stiftung gemeinsam mit dem Hessischen Kultusministerium, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem Hessischen Rundfunk (hr2-kultur) und dem Dudenverlag; gefördert wird das Projekt von der UBS Deutschland AG und der Fazit-Stiftung. Die Ausweitung auf Mailand ermöglicht die Allianz Kulturstiftung.

Übrigens: Bereits vor 156 Jahren hat sich die Polytechnische Gesellschaft, die Mutterorganisation der ausrichtenden Stiftung, in einem ähnlichen Projekt engagiert. Sie förderte die Kurzschrift für effiziente Kommunikation im gewerblichen Leben und führte 1858 erstmals in Deutschland einen Stenographiewettbewerb durch. Heute nimmt die Polytechnische Stiftung die immer schlechter werdenden Kenntnisse in der Rechtschreibung zum Anlass, etwas ähnliches wie ihre polytechnischen Vorfahren auf den Weg zu bringen.