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Das Hamburger Finale 2018

HSV bereitet Kopfzerbrechen bei „Hamburg schreibt!“

Über 120 Teilnehmer nahmen gestern an der vierten Runde des Diktatwettbewerbs „Hamburg schreibt!“ teil. Der anspruchsvolle Diktattext griff ein heikles Hamburger Thema auf: den HSV. Das beste Ergebnis des Abends in der Wichern-Schule: vier Fehler.


Nicht um den Klassenerhalt, aber um die Ehre ging es am Donnerstagabend in der Wichern-Schule. In der vierten Runde des Diktatwettbewerbs „Hamburg schreibt!“ versuchten 122 Schüler, Lehrer und Eltern aus 17 Schulen möglichst fehlerfrei durch das Wettbewerbs-Diktat zu kommen. Ganz ohne Fehler zu bleiben, war angesichts der zahlreichen orthografischen Besonderheiten im Text über den HSV so gut wie ausgeschlossen. Umso mehr beeindruckten die Sieger mit ihren Leistungen: Den ersten Platz in der Kategorie „Schüler“ belegte Paul Rohwedder von der Wichern-Schule. Er machte nur sechs Fehler. In der Kategorie „Eltern“ machte Ute Stork vom Gymnasium Ohlstedt mit fünf Fehlern das Rennen. Bei den Lehrern siegte mit nur vier Fehlern Antje Kirchbauer vom Gymnasium Rahlstedt.


Das gut 20-minütige Diktat mit dem Titel „Um Himmels willen, Fußball!“ hatte es in sich. Die Teilnehmer mussten orthografische Herausforderungen wie diese meistern: War der Fußball, den der HSV früher spielte „vom Feinsten“ oder „vom feinsten“? Schreibt man die „Elf“ groß oder klein? Wie schreibt sich das „nervenaufreibende“ Schauspiel richtig, das der HSV in den vergangenen Jahren geboten hat? Und schreibt man 1., erste oder doch „Erste Liga“?


Rahmenprogramm mit Jugendautor und Poetry-Slammerin

Während eine 14-köpfige Jury die Diktate korrigierte, sorgten der Autor Robert Campe und die Poetry-Slammerin Yara Dampha für die Unterhaltung der Teilnehmer. Mit seinem Buch „What’s App, Mama“ klärt der 17-jährige Robert Campe die Elterngeneration über die Mediennutzung von Teenagern auf. Yara Dampha trug drei ihrer Gedichte vor. Im Anschluss erzählte der ZEIT-Journalist und Diktant Manuel Hartung im Gespräch mit Moderatorin Inka Schneider (NDR) welche Wege in den Journalismus führen können.


Der Diktattext wurde eigens für den Wettbewerb entworfen. Er beinhaltet zahlreiche Besonderheiten der deutschen Sprache. Wer seine eigenen Rechtschreibkenntnisse testen möchte, kann das Diktat hier nachlesen.


Die Rechtschreib-Champions aus den Kategorien „Schüler“, „Lehrer“ und „Eltern“ reisen zum überregionalen Finale des Diktatwettbewerbs, das am 12. Juni 2018 in Frankfurt/Main stattfindet.


Bildung als Gemeinschaftserlebnis

Die Joachim Herz Stiftung richtet „Hamburg schreibt!“ seit 2015 aus. Für die Hamburger Stiftung steht dabei das gemeinsame Erleben der deutschen Sprache im Vordergrund. „Hier wird Bildung zum Gemeinschaftserlebnis. Jugendliche, Eltern und Lehrer treten in den Wettbewerb – engagiert, aber ohne erhobenen Zeigefinger. Das ist für uns das Besondere und deswegen sind wir bei ‚Hamburg schreibt!‘ dabei“, sagte Ulrich Müller, Vorstand der Joachim Herz Stiftung zum Wettbewerb.


Projektpartner des Hamburger Wettbewerbs sind die ZEIT Hamburg, der Dudenverlag und die Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung. Das Projekt wurde von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft aus Frankfurt am Main entwickelt und hat sein Vorbild in Frankreich.


Teilnehmende Schulen bei „Hamburg schreibt!“

Abendschule vor dem Holstentor
Albert-Schweitzer-Gymnasium
Berufliche Schule für Spedition, Logistik und Verkehr
Charlotte-Paulsen-Gymnasium
Friedrich-Ebert-Gymnasium
Gelehrtenschule des Johanneums
Gymnasium Alstertal
Gymnasium Bondenwald
Gymnasium Ohlstedt
Gymnasium Othmarschen
Gymnasium Rahlstedt
Hansa-Kolleg
Helene Lange Gymnasium
Ida Ehre Schule
Sankt-Ansgar-Schule
Stadtteilschule Richard-Linde-Weg
Wichern-Schule

Die Bilder vom Diktatwettbewerb finden Sie hier.