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Vergnüglicher Sprachsport - Zum dritten Mal in Osnabrück: Der große Diktatwettbewerb

„Ohhh!“, riefen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums „In der Wüste“ mit ehrlichem Bedauern, als sich ihr Lehrer Jürgen Eckey setzen musste. Mit wenigen Fehlern zu viel hatte der Deutschlehrer es nicht in die Endauswahl der besten Diktate geschafft, die noch einmal von der Jury des großen Diktatwettbewerbs geprüft wurden, um anschließend die Besten zu verkünden. Eckey nahm das Ergebnis schmunzelnd auf – aber auch mit einer leichten Enttäuschung, nicht besser gewesen zu sein. Das gute Gefühl in der Gruppe – und nicht die Konkurrenz – stand im Vordergrund, als die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung zum dritten Mal zum großen Diktatwettbewerb herausgefordert hatte. In der Aula des Gymnasiums „In der Wüste“ hatten sich Eltern, Lehrerinnen und Lehrer – aber vor allem Schülerinnen und Schüler aus fünf weiterführenden Schulen aus Stadt und Landkreis Osnabrück dem Sprachsport gestellt.

Dieses Mal war das Diktat besonders knifflig: 72 Punkte umfasste das erläuternde Glossar der Dudenredaktion zum Diktat, das aus 209 Wörter bestand. Fehlerfrei hatte niemand die Hürden genommen, die sich dieses Mal vor allem auf die Fragen konzentrierten, was zusammen und was getrennt geschrieben wird, aber auch was groß und was klein zu schreiben ist. Schon mit der Überschrift fing es an: „Der Tag des Sichduellierens“ lautete der Titel des Textes, der sich mit einem seit 16 Jahren währenden sportlichen Clinch zwischen den Schulen zweier Städte befasste – dem Osnabrücker Carolinum und dem Paulinum in Münster. Die Teilnehmer des großen Diktatwettbewerbs in Münster hatten einen ganz ähnlichen Text erhalten. „Es soll ja Spaß machen, deswegen haben die Texte immer auch einen augenzwinkernden Hintergrund“, sagte Michael Prior, der Geschäftsführer der Bohnenkamp-Stiftung. Die Stiftung hat die Idee des Wettbewerbs aufgegriffen, der von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main entwickelt worden war. Dort wird er dieses Jahr bereits zum sechsten Mal durchgeführt.

Mit sieben Fehlern war – wie im vergangenen Jahr – Andreas Schreiber der Beste unter den teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrern. In der Kategorie „Eltern“ siegte Tanja Wesner (acht Fehler), die bereits zum dritten Mal am Wettbewerb teilgenommen hat. Bei den Schülerinnen und Schülern siegte Sebastian Schröter mit elf Fehlern. Überprüft worden waren die Texte von einer siebenköpfigen Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Christina Noack. Die Germanistin der Universität Osnabrück hatte zudem erneut das Diktat vorgelesen.

Während der Sitzung der Jury zeigte das Theater Osnabrück eine Variante seines Programms „Dead or alive“. In dieser besonderen Form eines Poetry Slams – einem Wettstreit für Autoren kurzer Texte – traten mit Benjamin Werner als Francois Villon (1431-1464) ein französischer Dichter gegen Andreas Weber mit eigenen Kurzgeschichten an. Moderatorin Milena Kowalski hatte dann noch einen Tipp für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs: „Wenn ihr etwas falsch geschrieben habt, könnt ihr auch sagen ‚Das ist kein Rechtschreibfehler, das ist Kunst‘“, erläuterte sie den schmunzelnden Zuschauerinnen und Zuschauern.

Bei der Siegerehrung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur eine Urkunde, Pokale, Gutscheine für Kulturangebote und Spiele. Sie wurden auch eingeladen zu der Veranstaltung „Sprachsport im Schwimmerbecken – der große Diktatwettbewerb“ am Freitag, 19. Mai 2017, während des Stiftungstages, der dieses Jahr in Osnabrück stattfindet.

 

 

Die Siegerinnen und Sieger des Osnabrücker Finales 2017

Schüler

Sebastian Schröter

11 Fehler

Gymnasium „In der Wüste“

Anna Richter
Pauline von Höne

14 Fehler

Greselius-Gymnasium Bramsche

Gymnasium Bersenbrück

Alicia Deman
Carla Schmitz

17 Fehler

Gymnasium „In der Wüste“

Gymnasium „In der Wüste“

 

Lehrer

Andreas Schreiber

7 Fehler

Gymnasium Bersenbrück

Tobias Meyer
Uta Logemann

9 Fehler

Ursulaschule

Ursulaschule

Thomas Allewelt

10 Fehler

Gymnasium „In der Wüste“

 

Eltern

Tanja Wesner

8 Fehler

Bertha-von-Suttner-Realschule

Tatjana von Höne

10 Fehler

Gymnasium Bersenbrück

Julia Heutling

11 Fehler

Ursulaschule

Bildergalerie

Das Diktat des Osnabrücker Finales 2017

Ansprechpartner Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung

Haben Sie Fragen zum Diktatwettbewerb in Osnabrück?

Dann wenden Sie sich gerne an:

Uta Gewicke

Referentin

Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung

Klaus-Strick-Weg 28

49082 Osnabrück

Telefon: 0541 98 27 17 10

Telefax: 0541 98 26 17 13

E-Mail: gewicke (at) bohnenkamp-stiftung.de